FAQ

 

Hilft Heilfasten nach Buchinger um abzunehmen und mein Gewicht dauerhaft zu reduzieren?

Beim Heilfasten verliert man Gewicht. Je nach Dauer, Konstitution, Stoffwechsel, Bewegung und sportlicher Aktivitäten nehmen die Fastenteilnehmer in der Regel zwischen 3-5kg in 7 Fastentagen ab. In den Nachfastentagen bzw. Aufbautagen nimmt man ca. 1-2kg wieder zu. Um das Gewicht dauerhaft zu reduzieren ist es wichtig nach dem Fasten die Ernährung dauerhaft umzustellen und sich regelmäßig sportlich zu betätigen. Durch die positive Energie, die man aus dem Fastenerlebnis mitnimmt, gelingt das i.d.R. gut und relativ leicht, wenn man es möchte. Es kann somit hauptsächlich den Einstieg in eine gesündere, bewusstere Ernährung und somit in ein dauerhaft gesünderes, aktiveres und leichteres Leben bedeuten.

 

Ist es eine gute Idee mit meinem Partner/meiner Partnerin zusammen zu fasten?

Es ist ein intimes und besonderes Erlebnis das Fasten mit seinem Partner zu erfahren. Es kann zusammenschweißen und die gemeinsamen Naturerlebnisse sind eine schöne Erfahrung. Der Austausch in der Gruppe kann auch für die Partnerschaft inspirierend sein.

 

Wann sollte man fasten?

Am besten fastet man, wenn man sich sicher ist, dass man für einige Wochen eine ruhigere Phase in seinem Leben hat, sprich wenig Stress hat, keine großen Feiern und Parties, die man nicht verpassen möchte und nicht das größte Arbeitsprojekt seines Lebens geplant hat. Es sollte sich wirklich nach Auszeit anfühlen, auch wenn es alltagsbegleitend ist. Alle Jahreszeiten eignen sich zum Fasten, so gesehen kann man jederzeit fasten. Zum Einstieg werden generell der Frühling, Sommer und Herbst mehr empfohlen als der Winter, da man beim Fasten meistens ein wenig fröstelt.

 

Wie lange darf/ sollte man fasten?

Nach Buchinger beträgt die optimale Fastendauer 2 – 4 Wochen, wobei individuelle Aspekte berücksichtigt werden sollten. Häufig sind kürzere Fastenzeiten leichter zu realisieren oder werden aus medizinischen Gründen bevorzugt. Vor allem Gesunde, die nicht aus therapeutischen Gründen fasten, profitieren auch von kürzeren Phasen. Die Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) empfiehlt, für eine Heilfastenkur als Standarddauer 7 – 10 Tage plus 1-2 Vorbereitungstage und danach 3-5 Tage zur Normalisierung des Essverhaltens einzuplanen. 

 

Alltagsbegleitendes Fasten, geht das?

Mit einem Fasten-Coach und in den gemeinschaftlichen Aktivitäten der Gruppe ist es i.d.R. sogar einfach. Man motiviert sich gegenseitig und der Austausch untereinander sowie das durch den Coach vermittelte Wissen und dessen inspirierende Betreuung, machen es zu einem besonderen Erlebnis. Die Fastenwandern & Yoga Erlebnisse beginnen immer mittwochs, damit man leichter in den Fastenrhythmus hineinkommt und die Arbeitswoche ggf. verkürzt wird. Die ersten Tage sind die Schwierigsten, während der Körper entgiftet, daher ist es gut, wenn die Woche nicht mehr so lang ist. Die Teilnehmer starten den Tag früh (ggf. vor Arbeitsbeginn) mit Austausch und Yoga im Studio, anschließend findet Nordic-Walking statt (Wanderungen am Wochenende). Danach trifft man sich Spätnachmittags wieder, um mit Entspannungsyoga den Tag abzuschließen, so dass alle nach einem Arbeitstag wieder einsteigen können. In Absprache mit der Gruppe kann das Nordic Walking auch abends im Anschluss an das Entspannungsyoga, anstatt morgens, stattfinden.

Wer sollte nicht fasten?

Da der Stoffwechsel des menschlichen Körpers über sehr gute Strategien verfügt Mangelzustände zu überbrücken, kann grundsätzlich jeder fasten. 

 

Es gibt wenige Ausnahmen:


– Auszehrung (Kachexie) und Magersucht (Anorexie) wegen zu geringer Reserven
– Zerebrale Insuffizienz bzw. Demenz wegen mangelnder Kooperationsfähigkeit
– Dekompensierte Hyperthyreose wegen außer Kontrolle geratener Schilddrüsenaktivität
– Fortgeschrittene Leber- oder Niereninsuffizienz wegen mangelnder Fähigkeit zur Entgiftung und Ausscheidung
– Schwangerschaft und Stillzeit

 

Wer Medikamente einnimmt, darf nicht alleine fasten und sollte sich von einem fastenerfahrenen Arzt beraten und betreuen lassen.

 

Kann jeder Yoga machen?

Die Yogaübungen sind so konzipiert, dass sie jeder durchführen kann ohne seine Grenzen zu überschreiten. In Regelmäßigkeit ausgeführt führen sie zu mehr Wohlbefinden, körperlicher, seelischer und geistiger Entspannung und Fitness.

 

Was ist ein Retreat?

Übersetzt bedeutet es Rückzugsort. Es ist eine geplante spirituelle Ruhepause bzw. Auszeit oder Rückzug von der gewohnten Umgebung. Während der Begriff im Englischen auch allgemein für Phasen von Entspannung oder Stressabbau benutzt wird, hat sich im deutschen Sprachraum die Bedeutung einer spirituellen Praxis durchgesetzt. Im modernen Yoga wird der Begriff Retreat als eine Art Erholungsurlaub verstanden. Auch hier geht es um den Rückzug aus dem Alltag, für ein paar Tage (Wochenend-Retreat) bis zu Wochen. Das Ziel ist, vom Gewohnten loszulassen, um bei sich selbst anzukommen. In der Kombination von Fasten, Wandern/Nordic Walking und Yoga-Praxis fällt das leichter als nur mit meditativen Übungen.